Gratulation zur Bestnote!

Einem gelungenen Praxissemester bei unserer LMIS AG folgte der krönende Studienabschluss: David Melcher hat sein Bachelor-Studium der Wirtschaftsinformatik erfolgreich absolviert. Sowohl die Bachelorarbeit als auch das umgesetzte Projekt wurden mit Bestnoten ausgezeichnet.
Wir gratulieren David herzlich und stellen nachfolgend stolz dar, welchen Themen er sich gewidmet hat und welche Aufgaben er derzeit bei uns wahrnimmt.
Bachelorarbeit David Melcher LMIS AG Softwareentwicklung IT

Nicht nur Absolvent David Melcher und Zweitprüfer Lars Knemeyer, Leiter der Fort- und Weiterbildung unserer LMIS AG, sind stolz auf das tolle Ergebnis. Das gesamte Team gratuliert herzlich.

Die Bachelorarbeit

Für die umfangreiche Ausarbeitung des Themas „Analyse, Konzept und prototypische Implementierung einer Komponente zur Steuerung konkurrierender Zugriffe mehrerer WPF-Desktop-Anwendungen auf eine Oracle-Datenbank im Kontext der Migration einer Oracle-Forms-Anwendungslandschaft auf .NET-Technologien.“ wurde David zu Recht belohnt. Die Prüfer bewerteten die Arbeit mit der Note 1,5 und das Kolloquium mit Note 1,3.

David, worum geht es in der Bachelorarbeit?

Die Bachelorarbeit wurde im Rahmen einer Oracle-Forms-Migration auf .NET-Technologien durchgeführt und hat zum Ziel das Sperrverhalten zu migrieren.

Die Legacy-Anwendung verfolgt einen pessimistischen Ansatz, bei dem die geladenen Daten proaktiv mit einer Schreibsperre versehen werden, damit ein gleichzeitiges Verändern der Daten durch unterschiedliche Anwender verhindert wird. Dieser Ansatz hat den Vorteil, dass etwaige Konflikte im Vorfeld ausgeschlossen werden, hat aber eine Einschränkung in der gleichzeitigen Nutzung auf Ressourcen zur Folge.

Als Alternative wurde das optimistische Sperrverfahren, bei dem keine proaktive Sperre auf die zu bearbeitenden Daten gesetzt wird, sondern erst beim Persistieren geprüft wird, ob es einen Konflikt gibt. Zum optimistischen Sperrverfahren wurde eine Konfliktauflösung, wie man es von Git bei Zusammenführungen kennt, implementiert. Die Konfliktauflösung kann vom Anwender selbst mithilfe eines Assistenten Schritt für Schritt durchgeführt werden. Durch die Kombination des optimistischen Sperrens und der Konfliktauflösung kann die Integrität der Daten gewährleistet und der Anwender wird bei konfliktären Änderungen unterstützt.

Die größte Herausforderung bei diesem Thema war die Harmonisierung der Legacy- und neuen Anwendungen hinsichtlich des geforderten Parallelbetriebs und die Integration einer älteren Sperrstrategie in einem modernen Technologiestack.

Das Thema war aufgrund der Vielfalt der Technologien und der Datenbanknähe für mich besonders Interessant.

Das Projekt

Die Umsetzung des Projekts mit dem TitelKonzeption und Implementierung eines generischen Autorisierungsmechanismus zur Abstraktion unterschiedlicher Berechtigungskonzepte“ gelang David ebenfalls außerordentlich gut. Seine Mühe zahlte sich aus: Note 1,0!

David, was genau ist Inhalt deines Abschlussprojekts?

Das Projekt wurde ebenfalls in der Migration absolviert und hatte zum Ziel, einen generischen Autorisierungsmechanismus zu entwerfen und zu implementieren. Die Legacy-Anwendungen teilten sich kein gemeinsames Schema für die Durchsetzung der Berechtigungen, sondern es existieren sieben unterschiedliche Ansätze – also eine Implementierung pro Anwendung.

Auch in diesem Projekt galt die Vorgabe, dass der Parallelbetrieb mit der Legacy-Anwendung gewährleistet werden muss. Durch eine Überführung der anwendungsspezifischen Strukturen in ein allgemeines Schema wurde die Abstraktion erreicht. Das allgemeine Schema basiert auf Ansprüchen in einer flachen Hierarchie und kann durch binäre Entscheidungsbäume für komplexe Autorisierungsprüfungen erweitert werden.

Die Definition der erforderlichen Berechtigungen in den Anwendungen erfolgt deklarativ und wird zur Laufzeit mithilfe von Reflection ausgelesen. Der Code für die Autorisierung wird von Protection Proxies, die zur Laufzeit erstellt werden, ausgeführt. Der Proxy nimmt als Stellvertreter jegliche Zugriffe auf das zu schützende Objekt an und ist in der Lage diesen zu kontrollieren. Der zusätzlich auszuführende Code wird in sogenannten Interceptoren implementiert, die von dem Proxy zwischenzeitlich die Kontrolle über den Zugriff erhalten und entscheiden, ob eine Delegation an das zu schützende Objekt erfolgt oder nicht.

Das Projekt war aufgrund der sehr unterschiedlichen Berechtigungsmodelle der Legacy-Anwendungen und der anwendungsweiten Integration herausfordernd. Durch die Kombination verschiedener Entwurfsmuster, Frameworks und Bibliotheken konnte ich viel lernen.

Warum hast du dein Praxissemester bei der LMIS AG absolviert?

Ich habe mich aufgrund der Transparenz auf allen Kanälen (Internet, Unternehmensmesse bei der Fachhochschule Münster, kununu etc.) für die LMIS entschieden. Das Vorstellungsgespräch wurde nicht nach einem 0815-Skript, sondern auf fachlicher Ebene unter Berücksichtigung der persönlichen Präferenzen durchgeführt. Die LMIS führte schon während des Semesters bei uns eine Gastvorlesung im Modul Software-Engineering I durch, in der man bereits einen guten Eindruck von den Ansprüchen und der Arbeitsweise in der Softwareentwicklung bekommen hat.

Aufgrund des entstandenen Eindrucks habe ich mich zu einer Bewerbung entschlossen und es bis heute nicht bereut.

Wie geht es jetzt für dich bei der LMIS AG weiter?

Ich bin weiterhin als Werkstudent in der Softwareentwicklung tätig und mache nebenbei meinen Master in Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule Münster.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmal besonders bei Lars und Carsten für die Unterstützung während der Bachelorarbeit und das Projekt bedanken! Auch meinem Team ein großes Dankeschön, welches mir den Rücken freigehalten hat, damit ich mich auf die Aufgaben konzentrieren konnte.

Lieber David, herzlichen Glückwunsch zu diesen tollen Leistungen. Wir freuen uns, dass du unser Team weiterhin bereicherst!

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